Begutachtung von möglichen Rechtsformen des Theaters

Der Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung vom 16.11.2016 "Lesen im Kaffeesatz beendet" hat bei einigen Theaterfreunden und auch bei Vereinsmitgliedern alte Ängste wieder lebendig werden lassen. Die Zweckverbandsversammlung hat einer externen Begutachtung von möglichen Rechtsformen des Nordharzer Städtebundtheaters zugestimmt.

Es gab in den letzten Jahren wiederholt Versuche, die Kosten für ein Drei-Sparten-Theater zu minimieren. Das ging vom Bemühen, weitere Träger für den Zweckverband zu gewinnen, über die Änderung der Rechtsform bis zu Fusionsbemühungen mit dem Theater Eisleben.

Die Rechtsform eines Zweckverbandes hat sich bisher als stabil und zuverlässig erwiesen. Allen Unkenrufen zum Trotz konnten wir das Theater bis heute erhalten, wenn auch unter schmerzlichen Einsparungen - wir zählen zu den deutschen Theatern mit den geringsten Gagen, die Personaldecke ist bis zur Schmerzgrenze abgeschmolzen.

Nun ist es nur legitim, wenn die Träger des Theaters (Landkreis Harz und die Städte Halberstadt und Quedlinburg) die kommunalen Ausgaben auf den Prüfstand stellen. Die Wünsche sind stets größer als die Möglichkeiten ihrer Realisierung. Auch unser Land Sachsen-Anhalt, ohne dessen Förderung unser Städtebundtheater keine Chance hätte, bildet da keine Ausnahme. Am Ende geht es immer um die Entscheidung, was wir uns leisten wollen und können.

Nahezu unstrittig unter allen Theatermachern und politisch Verantwortlichen ist die Tatsache, dass ein Drei-Sparten-Theater niemals gewinnbringend betrieben werden kann wenn es sich der deutschen Theatertradition verpflichtet fühlt und den damit verbundenen Bildungsauftrag ernst nimmt. Es kann immer nur darum gehen, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln möglichst effektiv umzugehen, durch hohe künstlerische Qualität und Eingehen auf Publikumserwartungen die Einnahmenseite zu stärken und durch die Verteilung der Lasten auf möglichst viele Geldgeber deren Belastung in Grenzen zu halten.

Was nun die beschlossene Begutachtung (die natürlich nicht zum Nulltarif zu bekommen ist) betrifft, bleibt abzuwarten, wie objektiv diese ausfällt. Wir kennen alle Beispiele von Gutachten, die Einzelinteressen, in der Regel die der Auftraggeber besonders berücksichtigen.

Wenn die Zweckverbandsmitglieder ehrlich nach einer effektiveren und für den Theaterbetrieb mindestens genauso sicheren Rechts- und/oder Betriebsform suchen, ist das Ganze nur zu begrüßen.

Wer nur auf Kosteneinsparungen um jeden Preis aus ist, sollte offen dazu stehen, die Ausgaben für ein Gutachten sparen und aus dem Zweckverband austreten!

Wir fordern, dass die Aussagen des Gutachtens der Öffentlichkeit zugängig sind und eine Entscheidung erst nach sachlicher öffentlicher Diskussion getroffen wird. Eine Entscheidung, die nicht ausschließen darf, dass wir vielleicht die beste Rechtsform bereits seit 25 Jahren haben.

Theaterpreis 2016

Bereits zum zehnten Mal wurden die jährlichen Theaterpreise durch den Theaterförderverein Halberstadt und den Musik- und Theaterverein Quedlinburg am 12.11.2016 vergeben.

Das 2. Sinfoniekonzert der Saison in Quedlinburg unter dem Titel "Klassik und Vision" war ein würdiger Rahmen für die Preisverleihung.

Wir gratulieren ganz herzlich dem Sänger Juha Koskela zum Theaterpreis für seine Darstellung des Rigoletto in der gleichnamigen Oper und ebenso dem Team der Inszenierung "Faust" zum Theaterpreis  für die beste Inszenierung.

Wir danken an dieser Stelle unserem Vereinsmitglied, Herrn Mette-Braem aus Braunlage, welcher auch in diesem Jahr das durchaus beachtliche Preisgeld stiftete.

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Spende für "Mensch Heinrich"

Nachdem uns die Stiftung der Kreissparkasse Quedlinburg wirkungsvoll unterstützt hat, gibt es auch die ersten privaten Spenden.

Georg Duve aus Quedlinburg hat zu seinem Geburtstag auf Blumen und Geschenke verzichtet und dafür um Spenden gebeten.
Es sind weit über 200 € zusammengekommen.

Danke!!!

Abschlusskonzert des Quedlinburger Musiksommers 2016

Ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis boten der Quedlinburger Oratorienchor zusammen mit der Singakademie Wernigerode und der Kantorei Halberstadt sowie dem Kammerorchester  "musika juventa" aus Halle. Zusammen mit den Solisten Conny Hermann (Sopran), Stephan Scherge (Tenor) und Johannes G. Schmidt (Bariton) machten sie Joseph Haydns "Die Jahreszeiten" zu einem würdigen Jubiläumskonzert für "50 Jahre Quedlinburger Oratorienchor".

In der ausverkauften Stiftskirche St. Servatii war es zugleich das letzte offizielle Konzert unseres KMD  und Begründers des Quedlinburger Musiksommers vor 36 Jahren, Gottfried Biller. Er wird im März 2017 in Rente gehen. Wir sagen an dieser Stelle ganz herzlich Danke, Gottfried Biller, für viele Jahre überregional bedeutsamer musikalischer Aktivitäten und Ereignisse.

Ganz besonders liegt uns am Herzen, dass der "Quedlinburger Musiksommer" mit dem Ruhestand von Gottfried Biller nicht sein Ende findet. Nicht nur die Mitglieder unseres Verein hoffen, dass es den Verantwortlichen der Kirchgemeinde gelingt, die Voraussetzungen zum Erhalt dieser Konzertreihe zu schaffen. Der Musik- und Theaterverein Quedlinburg e.V. wird alle Maßnahmen unterstützen, die diesem Ziel dienen.

Mensch Heinrich - Spendenaufruf

Unterstützung des Theaterprojektes „Mensch Heinrich“ – König Heinrich I. – ein Leben für die Macht

--> Spendenkonto, Spendenbescheinigung, Spendenstand und Spenderliste

Die Stadt Quedlinburg begeht 2019 gleich mehrere, in ihrer Bedeutung weit über Quedlinburg hinausgehende Jubiläen:

• Die Quedlinburger Altstadt wurde 1994, also vor 25 Jahren in die UNESCO Welterbeliste eingetragen.

30 Jahre friedliche Revolution.

• Die Franken und Sachsen des sich (stammes)vereinenden Ostfrankenreiches wählten im Mai 919, also vor 1100 Jahren den etwa 43-jährigen Heinrich in Fritzlar zum König. Die wichtigste Pfalz des ersten deutschen Königs Heinrichs I. und somit sein "gestifteter Lieblingsregierungssitz" wurde Quedlinburg.

Die von König Heinrich I. seit 919 eingeleitete Transformation Quedlinburgs von der mittelalterlichen Siedlung zur Königsstadt ist das größte Vermächtnis unserer Welterbestadt.

Das Nordharzer Städtebundtheater und der Musik- und Theaterverein Quedlinburg möchten mit einem, in die Aktivitäten der Stadt Quedlinburg eingebetteten Projekt, das Wirken des Menschen und des Machtmenschen König Heinrich der I. („Mensch Heinrich“) multimedial künstlerisch aufbereitet einer breiten Öffentlichkeit zugängig machen.

Neben den Touristen möchten wir insbesondere (unsere) Jugendliche(n) ansprechen, denn Geschichtsbewusstsein kann identitätsstiftend wirken. Auch aus diesem Grund strebt das Theater eine Zusammenarbeit mit dem Tanzensemble des TSG Gutsmuths an. (Das Begreifen der eigenen Heimatgeschichte, sich als Teil dieser Geschichte zu fühlen, darauf stolz zu sein, ist im Zeitalter einer globalisierten Weltwirtschaft eine ganz wesentliche Konstante für das Zusammenleben der Völker und Kulturen.)

Das Projekt soll in seiner inhaltlichen, künstlerischen und zeitlichen Dimension über eine „normale“ Theaterproduktion weit hinausgehen. Bereits 2017 (In der Jubiläumsspielzeit 20 Jahre Wiedereröffnung Großes Haus Quedlinburg und 25 Jahre Nordharzer Städtebundtheater) soll eine Indoor-Variante (Kostengründe) von „Mensch Heinrich“ als kreative Plattform fertig gestellt sein, die als Höhepunkt des Theaters im Jubiläumsjahr 2019 weiter optimiert werden kann. Natürlich ist eine solche Form der geschichtlichen Auseinandersetzung und Darstellung ausbaubar – somit könnte auch der weitere Verlauf der Quedlinburger Geschichte auf die Bühne gebracht werden. Bis ins Jahr 2022 (1100 Jahre Quedlinburg) hinein und evtl. darüber hinaus könnte es eine Vielzahl von Aufführungen, auch in verschiedenen Entwicklungsstufen, Varianten und Spielstätten geben. (Man kann historisch gesehen Brücken bauen und weitere Wirkungsstätten von Heinrich dem I. mit einbeziehen.).

In diesem Zusammenhang sind u.a. die Kontaktaufnahme mit dem Gästeführerverein, dem Kultur- und Heimatverein Quedlinburg und dem Verein Kaiserfrühling Quedlinburg geplant. In Zusammenarbeit mit der Quedlinburger Tourismus Marketing Gesellschaft soll dieses Spektakel deutschlandweit vermarktet werden und so auch einen zusätzlichen Anreiz für einen Besuch der Welterbestadt geben.

Das Nordharzer Städtebundtheater entwickelt das Projekt im Rahmen seines regulären Haushalts, dabei entstehen beträchtliche Mehraufwendungen jenseits der üblichen Produktionskosten für Recherche, Texterarbeitung, Komposition, grafische Bearbeitung, Trickfilmsequenzen und Studiobearbeitung, welche das Theater durch eigene Initiativen aufbringen wird. Um moderne multimediale Präsentationsformen in hoher Qualität sicherzustellen, sind (jedoch) entsprechende technische Voraussetzungen und Geräte notwendig, welche das Theater nicht (vollständig) zur Verfügung hat und auch selbst nicht finanzieren kann.

Der Musik- und Theaterverein Quedlinburg e.V. will dazu beitragen, das Projekt möglich zu machen, indem er durch die Gewinnung weiterer Partner, durch eine Spendenaktion und nicht zuletzt durch die Bereitstellung eigener Mittel die fehlende technische Gerätschaft anzuschaffen hilft.

Über 40 Flüchtlingskinder im Theater

Mitglieder des Theaters haben 150 € gesammelt und unser Verein hat 250 € gespendet,

Nussknacker J Meusel

um Flüchtlingskindern am 24.11.2015 den Besuch des Märchenballetts "Der Nussknacker" von Can Arslan mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky zu ermöglichen.

Wir danken den Spendern und allen, die mitgeholfen haben, Gutes zu tun.

(Foto: Jürgen Meusel)

Demnächst

12.12.2016 - 17:00 Uhr
25 Jahre Musik- und Theaterverein

12.02.2017 - 11:00 Uhr
Tag der offenen Tür

08.05.2017 - 19:00 Uhr
"Don Giovanni" in der Semperoper

Musik- und Theaterverein Quedlinburg e.V. - Dr. Haufe

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