Vereinsmitglieder zum Tag der offenen Tür des Harztheaters

Unter dem Titel "ALL HUMAN BEINGS" gab es am 12.04.2026 in der vollbesetzten Nicolai-Kirche in Quedlinburg ein beeindruckendes Chorkonzert.

Der Fritz-Prieß-Chor Quedlinburg e.V., The GoodMoods und Carmina mundi - Projektchor des Chorverbandes Sachsen-Anhalt e.V. begeisterten mit ihrem Gesang und auch verbalen Beiträgen das Publikum.

20260412 Chorkonzert

Man fühlte sich ein wenig an die Zeit 1989/1990 erinnert. Auch 2026 gibt es in Quedlinburg die Zivilgesellschaft und sie meldet sich (passend zum Veranstaltungsraum: Gott sei dank) zu Wort.

Eher unpassend dazu hat der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt fast gleichzeitig den Entwurf eines Regierungsprogrammes beschlossen.

Darin kann man lesen (S. 48):

"vornehmste Aufgabe aller Kunst besteht darin, kulturelle Identität zu pflegen.
Die deutsche Identität ist auch das Resultat deutscher Kunst, vor allem der sich im
öffentlichen Raum vollziehenden Bühnenkunst. Leider wird die Kunst unserer Tage
dieser ihrer Verantwortung kaum noch gerecht - im Gegenteil. Abgesehen vom Goe-
the-Theater in Bad Lauchstädt, das aber über kein stehendes Ensemble verfügt,
bringen die Theater in Sachsen-Anhalt so gut wie keine deutschen Stücke mehr auf
die Bühne."

Jeder kann sich überlegen was das z.B. auch für unser Harztheater bedeuten könnte. 

Woran wird "deutsche Identität" festgemacht ? Am deutschen Pass? Mit den heutigen technischen Mitteln (Plattformen wie Myherytage und künstliche Intelligenz) ließe sich doch viel einfacher und gründlicher als vor 100 Jahren ein Nachweis konstuieren, wer deutsch ist. Aber so schlimm wird es wohl nicht kommen. Sicherheitshalber stellt die AfD auch gleich noch die Grundsätze unserer Erinnerungskultur in Frage. Dann wird die Sache rund.

Als Musik- und Theaterverein Quedlinburg e.V. haben wir in den letzten 35 Jahren aktiv für die Musik- und Theaterkultur in Quedlinburg und darüber hinaus gestritten und gekämpft. Und genau so werden wir unsere satzungsgemäßen Ziele konsequent weiter verfolgen. Die kommende Landtagswahl bietet uns dazu eine außerordentliche Gelegenheit.

Lassen wir uns nicht von gesalbten Worten und wohlklingenden Sonntagsreden sowie von unzähligen Meinungsäußerungen in den sozialen Medien beeindrucken. Lesen und beurteilen wir selbst die Quellen (Wahlprogramme usw.) und treffen dann eine sachlich fundierte Wahlentscheidung.

 Lothar Haufe

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