Land unter in Sachsen Anhalt

Den Focus auf die große Flut, welcher sich die Sachsen-Anhalter mit großer Solidarität entgegenstemmen, hat die Landesregierung offenbar genutzt, um Tatsachen bei der Kulturfinanzierung zu schaffen. Eine Positionierung des Landes war lange überfällig. Weshalb man gerade jetzt die "große Keule" herausholt und damit die Arbeit des Kulturkonvents ignoriert ist mehr als erklärungsbedürftig. Mühevolle, und vom Land wohlwollend tolerierte Fusionsverhandlungen zwischen dem Nordharzer Städtebundtheater und der Landesbühne Eisleben waren vergebliche Liebesmüh.

Sollte der Landtag diese Kürzungspläne tolerieren, würde unser Theater die gleiche Landesförderung wie bisher gekommen. Das Wernigeröder Kammerorchester bekäme die gleiche Förderung nur noch 2014, danach gingen diese Mittel an das Theater.
Damit, so scheint es, würde der ganz bittere Kelch an der Theater- und Orchesterkultur im Landkreis Harz vorbeigehen. Berücksichtigt man aber die berechtigte Forderung des Landes, dass die nicht mehr hinnehmbare Bezahlung der Künstler nach Haustarifvertag ein Ende haben muss, so fehlen dem Theater ca. 1 Mio €, um den gegenwärtigen Status aufrecht zu erhalten (vorausgesetzt, die kommunalen Träger kürzen ihrerseits die Zuschüsse nicht).

Das Bekenntnis des Landes zum Nordharzer Städtebundtheater erscheint angesichts der möglichen Konsequenzen für andere Bühnen und Orchester geradezu beruhigend. Wenn aber, und diese Forderung haben wir bereits seit geraumer Zeit mehrfach wiederholt, in unserem Landkreis im solidarischen Miteinander der Kommunen und des Landkreises kein Modell für eine solide Gegenfinanzierung der Landesmittel gefunden wird, kann sich die Landesregierung wahrscheinlich über die Einsparung auch dieser Zuschüsse freuen.
Dem neu zu wählenden Landrat und dem Kreistag, aber auch den Trägern des Philharmonischen Kammerorchesters sowie des Städtebundtheaters kommen dabei eine besondere Verantwortung zu.
Niemand kann sich mehr hinter einer möglichen Fusion mit Eisleben und einem Kooperationsvertag zwischen Kammerorchester und Theater verstecken. Wir müssen aus eigener Kraft eine tragfähige Lösung finden und zwar noch in diesem Jahr!

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